Das erste Papperlapapp Café, was für ein Auftakt!
08.28.2022
Kategorie: Leben

Am 26. Juni 2022 fand von 14 bis 18 Uhr das erste klima- und kinderfreundliche Café im Garten des Stadtsalons Safari statt. Mit mehr als 70 zufriedenen großen und kleinen Gästen war es ein voller Erfolg. Trotz tropischer Temperaturen gab es einen regen Austausch, unsere veganen Köstlichkeiten wurden gern probiert und die Kinder spielten ausgelassen miteinander. Am Ende erhielten wir ein sehr positives Feedback, welches sich darin bestätigte, dass kein einziges Stück Kuchen übrigblieb.

Zusammenschluss zweier Ideen aus der elblandwerker* Community

Den Ursprung hat das Papperlapapp-Café in einem Zusammenschluss zweier Projekt-Ideen innerhalb der elblandwerker* Community. Kata und Tina engagieren sich seit Jahren sehr intensiv für die Themen zero-waste (müllfrei) einkaufen sowie Nachhaltigkeit. Sie hatten schon länger das Vorhaben, diese Aspekte auch in Form eines Cafés umzusetzen und somit auch anderen Menschen näher zu bringen. Im Rahmen der Aktion „Zukunft MitMachen“ wurde die Idee zu neuem Leben erweckt und sollte nun Wirklichkeit werden. Ich (Anne) wohnte lange Zeit in Berlin und habe dort viele Nachmittage in sogenannten Kindercafés verbracht. Ein toller Ort, an dem Eltern zusammenkommen und gemütlich ihren Kaffee trinken, während die Kleinen ausgelassen miteinander spielen. In Wittenberge stellte ich fest, dass Räume fehlen, in denen Kinder willkommen sind und mitgedacht werden. So kam ich auf die Idee, in regelmäßigen Abständen ein Pop-up Kindercafé im Safari zu organisieren. Dafür fehlten nur noch einige Unterstützer*innen. Anfang Mai hatte Kata den Einfall, diese beiden Pläne zusammenzulegen und bei einem Treffen mit Kaffee und veganem Kuchen fassten wir gemeinsam den Entschluss, unsere Kräfte zu bündeln und ein Angebot zu schaffen, welches in dieser Form in Wittenberge einzigartig ist.

Harmonisch spielende Kinder

Ein Konzept- vier Schwerpunkte

Im Verlaufe der Planungen kristallisierten sich vier Schwerpunkte heraus, an denen wir uns stets in unserer Umsetzung orientierten. Dies war zum einen die „Kinderfreundlichkeit“ – das Papperlapapp Café denkt Kinder mit und bietet alles, was das Kinderherz begehrt- unter anderem eine Spielecke, Mal- und Bastelsachen sowie einen Sandkasten. In diesem Zusammenhang ist es jedoch wichtig zu betonen, dass dies nicht bedeutet, andere Personen oder Gruppen auszuschließen, bei uns ist jeder willkommen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Thema „Pflanzlich und Bio” – alle unsere Zutaten kaufen wir entweder in Bio-Qualität oder pflücken sie im eigenen Garten. Wir verwenden keine Produkte tierischen Ursprungs, sodass die Veganer*innen und Menschen mit Laktoseintoleranz alle unsere Leckereien unbeschwert genießen können. Der dritte Schwerpunkt beschäftigt sich mit dem Aspekt “Zero Waste“. Das bedeutet, dass bei der Herstellung unserer Köstlichkeiten durch den Einkauf unverpackter Lebensmittel (fast) kein Müll entsteht. Darüber hinaus wird es im September zusätzliche Angebote geben, die eng mit Nachhaltigkeit verbunden sind (unter anderem die Herstellung von Bienenwachstüchern). Lasst euch überraschen! Eine letzte Leitlinie bilden die Aspekte “Regional/ Lokal/ Saisonal“. Es ist uns ganz besonders wichtig, auch hier unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Daher legen wir großen Wert auf kurze Lieferwege und eine möglichst umweltfreundliche Herstellung unserer Zutaten. Besonders gern nutzen wir Lebensmittel, die wir aus unseren eigenen Gärten ernten können.

Entspannt am Kaffee trinken

Die Vorbereitungen liefen seit Wochen auf Hochtouren

In den Wochen nach unserem ersten Treffen liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Wir entwickelten das Café-Konzept von Grund auf. Dazu gehören unter anderem das Menü, mögliche Bezugsquellen für Zutaten, Organisation von Equipment, Zeit- und Aufbaupläne sowie Spielmaterial für die Kinder. Darüber hinaus entwickelte Kata umfangreiches Marketingmaterial- eine Website entstand, Aushänge wurden entworfen sowie kleine Flyer und das Menü für den Tag selbst erstellt. Wir hatten viele Trello-Karten und Listen mit Dingen, die vorbereitet und mitgebracht werden mussten. Dies ist eine der größten Herausforderungen bei einem Pop-up Café- ein gewisser Teil der Ausstattung muss organisiert und mitgebracht werden. Am Abend vor dem Event werkelten wir schon fleißig im Safari, luden volle Autos aus und trimmten noch schnell den Rasen, bevor ein ordentliches Gewitter startete. Kata stand währenddessen den ganzen Tag in der Küche und kümmerte sich um die leckeren Kuchen. Der Aufbau ging am Sonntag weiter und dauerte doch etwas länger als wir dachten, sodass wir selbst ganz überrascht waren, als die ersten Gäste an unserem Fenster standen.

Impressionen vom Papperlapapp Café am 26. Juni 2022

Dann ging es endlich los- Spiel, Spaß und nachhaltige Gaumenfreuden

Der Safarigarten erstrahlte an diesem Nachmittag als nachhaltiger Schlemmerort mit zahlreichen Spielmöglichkeiten. Darauf und auf den Start unseres ersten Papperlapapp-Cafés stießen wir kurz mit Ände Limo an, bevor es dann so richtig losging. Wir waren voller Vorfreude. Die Freude blieb und zahlreiche weitere Gäste kamen, um sich anzuschauen, was wir hier genau auf die Beine gestellt hatten.

Es wurden ausgiebig veganen Kuchen probiert und viel Limo getrunken. Der absolute Renner an diesem heißen Tag war der leckere Cold Brew, also ein kalt angesetzter Kaffee, der 24 Stunden lang in Wasser eingeweicht wurde. Diese Art Kaffee zu brühen hat übrigens seinen Ursprung in Japan, wo er so seit Jahrhunderten traditionell angesetzt wird.

Unser Näschereien: Bio, pflanzlich, saisonal und im Zero Waste Sinne

Die Kinder versammelten sich in der Spielecke, wo sie buddelten, im Mini-Pool plantschten und jede Menge Spaß hatten. Besonders beliebt war an dem Nachmittag die Wasser-Sprühflasche, mit der die Kleinen regelmäßig alle Gäste erfrischten.

Die gemütlichen Sitzgelegenheiten waren fast immer komplett besetzt und es kam nicht selten vor, dass sich sogar mehrmals Nachschlag geholt wurde. Selbst meine 82-jährige Oma fiel ein positives Urteil, nachdem sie die verschiedenen Angebote probiert hatte. Am beliebtesten war der Schokokuchen mit Kakaoglasur, der auch als erstes von unserer Theke verschwand. Die kleinen Gäste bestellten ihn besonders gern mit “sehr viel Streusel”. Uns wurde sogar berichtet, dass es an einem Tisch große Zweifel gab, dass der Kuchen auch wirklich vegan ist, da alles so lecker war. Wir können felsenfest versichern, dass dies der Fall war und auch im September sein wird.

Eine kleine Schlange vor unserem Café-Fenster

Und das Beste ist, dass dies nur der Auftakt war

Während sich die letzten Gäste langsam verabschiedeten, begannen wir zu realisieren, dass sich der Auftakt unseres Papperlapapp-Cafés dem Ende näherte. Wir waren kaputt, überglücklich und unsere Erwartungen übertroffen. Durch die große und positive Resonanz waren wir bereits an diesem Abend voller Vorfreude auf die nächsten Termine. Bei einem anschließenden gemeinsamen Abendessen reflektierten wir den schönen Nachmittag und entwickelten die ersten neuen Ideen für die Fortsetzung. 

Die gesamte Planung, Vorbereitung und Durchführung erfolgen ehrenamtlich. Deshalb sind wir sehr dankbar für unsere fleißigen Helfer*innen, besonders hervorzuheben sind hier Mirco, Christian und Andrea.

Impressionen vom Papperlapapp Café am 26. Juni 2022

Damit wir das Café beständig weiterentwickeln können, brauchen wir euch- Möchtet ihr noch etwas zur ersten Veranstaltung loswerden oder Hinweise für die kommenden Termine geben – meldet euch sehr gern bei uns, wir freuen uns über ehrliches Feedback: hallo@papperlapappcafe.de

Der Termin bildete einen Auftakt für eine Reihe weiterer Papperlapapp-Cafés. Vorgemerkt werden können sich bereits der 4. und 25. September 2022 jeweils von 14 bis 18 Uhr. Weitere Informationen findet ihr auf unserer Homepage: www.papperlapappcafe.de

Geboren und aufgewachsen in der Prignitz ist Anne, wie der Großteil ihres Umfeldes, nach dem Abi weggezogen. Zum studieren und arbeiten ging es von Hamburg über Frankreich nach Berlin. Mittlerweile ist sie als Mama von zwei Kindern zurück in Wittenberge. Sie verbringt jede freie Minute in ihrem geliebten Schrebergarten und arbeitet als Projektkoordinatorin bei der Kreisverwaltung in Perleberg.

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