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Reet, Lehm und Lebensraum: Projektauftakt für vier neue Biodiversitätswände

30. April 09:00 Uhr - 16:00 Uhr

An alle Interessierten, Anwohnenden und Fachpublikum:

Am Donnerstag, den 30. April 2026, findet der offizielle Auftakt für ein wegweisendes Forschungsprojekt in der Prignitz statt. Im Fokus steht die Frage, wie modernes Bauen und wissenschaftlicher Artenschutz erfolgreich kombiniert werden können. Aus regionalem Reet und Lehm entstehen innovative Biodiversitätswände, die weit über die Funktion eines herkömmlichen Schallschutzes hinausgehen. Als funktionale Lebensräume konzipiert, werden deren Besiedelung durch Wildbienen sowie die Materialbeständigkeit über die kommenden Jahre wissenschaftlich beobachtet und ausgewertet.

Die Exkursion ist öffentlich und bietet die Möglichkeit, den Forschungsalltag und die Materialentwicklung unmittelbar vor Ort kennenzulernen. Eine Teilnahme ist den ganzen Tag über oder auch nur zu einzelnen Etappen möglich. Interessierte können jederzeit an den jeweiligen Standorten zur Gruppe dazustoßen.

Das Programm: Zeitplan und Stationen

09:00 Uhr | Karstädt: Musik, Stauden & präzise Ausrichtung
(Park NATÜRLICH KARSTÄDT, Putlitzer Str., am Friedhof)
Festlicher Beginn mit Musik und einer gemeinsamen Pflanzaktion von Wildstauden. Hier erfolgt die exakte Ausrichtung der Wände, die als Referenz für alle weiteren Standorte dient.

10:00 Uhr | Boberow: Reet – Rohstoff aus der Landschaft
(Eingang Rambower Moor am Sportplatz)
Informationen zur Bedeutung des Reetschnitts für das Rambower Moor und den Wasserhaushalt des Rudower Sees. Erläuterung der ökologischen Zusammenhänge im Projekt.

11:30 Uhr | Nebelin: Langzeitbeobachtung an der KITA
(KITA Nebelin, Stawenower Str. 15)
Besichtigung einer bereits seit sechs Jahren bestehenden Probewand aus Weller- und Stampflehm. Einblicke in die spezifischen Bedürfnisse von Wildbienen und die Annahme solcher Hohlräume.

12:00 – 12:45 Uhr | Mittagspause & Materialkunde
(Zentrum für Peripherie, Nebeliner Dorfstraße 35)
Bei Suppe, Kaffee und Kuchen besteht die Möglichkeit, Materialproben des neu entwickelten Reetwellerlehms zu besichtigen und Details zum aktuellen Forschungsstand zu erfahren.

13:15 Uhr | Wittenberge: Monitoring & Technik
(Montessorischule, Horning 9c)
Festlegung des Standorts auf dem Schulhof und Erläuterung der wissenschaftlichen Monitoring-Technik zur Erfolgskontrolle der Besiedelung.

14:30 Uhr | Rühstädt: Abschluss im Obstgarten
(Biosphärenreservat, Neuhausstraße 9)
Diskussion praktischer Erwägungen zur Biodiversität im Garten der Verwaltung sowie Ausblick auf die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Regionen.

Fachliche Begleitung des Tages:

Dr. Dieter Günnewig (Ökologe) & Anika Kühnold (Wildbienenexpertin): Expertise zu Lebensraumansprüchen und Insektenverhalten.
Ute Reeh: Vorstellung der Neuentwicklung „Reetwellerlehm“.
Dr. Jan Mittelstädt (SNW Ingenieure): Fachliche Beratung zu Planung, Statik und Fundamenten.
Linda Jaworski: Forschung und Koordination, Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Brandenburg.

Alle Neugierigen und Interessierten sind herzlich willkommen! Die Teilnahme ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

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